Wassily Kandinskys Werke werden häufig als extrem farbkontrastreich und sehr chaotisch wahrgenommen. Sein Traktat „Über das Geistige in der Kunst“, veröffentlicht 1911, stritt für eine Kunst, die gereinigt ist von allen Bezügen zur materiellen Welt. Er war der Meinung, das insbesondere Farbe essentiell war für die Befreiung der Kunst von naturgetreuen Darstellungen.
Der Titel Schaukeln nimmt das Gefühl des Bildes für dynamische Bewegung auf, die Rhythmen der Modernität suggerierend. Kandinsky war fasziniert von der Bedeutung von Farbe und der Art, wie diese Botschaften transportieren konnte. Als Ergebnis hiervon können Sie sehen, wie er die Kontraste zwischen den sehr hellen und den dunkleren Farben, einschließlich Schwarz, nutzt. Eine Struktur scheint es in diesem Werk auf den ersten Blick fast nicht zu geben, wenn man ausschließlich von dem Chaos des Ganzen ausgeht. Aber wenn man genauer hinschaut, sind da tatsächlich viele horizontale und vertikale Linien, die dem Werk Balance und Struktur geben.