Karl Friedrich Schinkel, der führende deutsche Architekt des 19. Jahrhunderts, war auch ein begabter Bühnenbildner. Seine 1816 angefertigten Kulissen für Mozarts Zauberflöte gehörten zu den berühmtesten Bühnenbildern ihrer Zeit. Inspiriert von der Freimaurersymbolik der Oper stellte sich Schinkel deren Welt mittels monumentaler, ägyptisch anmutender Architektur vor.
Diese Entwürfe verdeutlichen die zwei gegensätzlichen Reiche – das dunkle Königreich der Königin der Nacht und die geordnete, aufgeklärte Welt von Sarastro – durch die Tamino und Pamina im Laufe der Oper reisen. Die Motive, veröffentlicht ab 1819 als handgefärbte Drucke, etablierten Schinkels Vision als die maßgebliche bildliche Interpretation von Mozarts Meisterwerk und prägten die Bühnenbildgestaltung über Jahrzehnte hinweg.
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