Abtei im Eichwald by Caspar David Friedrich - 1809–10 - 110 cm × 171 cm Alte Nationalgalerie Abtei im Eichwald by Caspar David Friedrich - 1809–10 - 110 cm × 171 cm Alte Nationalgalerie

Abtei im Eichwald

Öl auf Leinwand • 110 cm × 171 cm

  • Caspar David Friedrich - 5.September.1774 - 7.Mai.1840 Caspar David Friedrich

    1809–10

Die in Dresden zwischen 1809 und 1810 gemalte Abtei im Eichwald ist eine der eindringlichsten romantischen Visionen Caspar David Friedrichs. Sie wurde erstmals 1810 in der Preußischen Akademie der Künste ausgestellt, zusammen mit Der Mönch am Meer. Auf Friedrichs Wunsch hin wurde die Abtei direkt unter den Mönch gehängt, was die beiden großen Leinwände in den Dialog miteinander setzte. Im Anschluss an die Ausstellung kaufte König Friedrich Wilhelm III. beide Werke; heute hängen sie Seite an Seite in der Alten Nationalgalerie in Berlin.

Das Gemälde veranschaulicht Friedrichs Nachdenken über Vergänglichkeit und Ewigkeit. Im Zentrum steht die Ruine eines gotischen Klosters, die Fenster zerschlagen und kahl. Eine Leichenprozession von Mönchen, die einen von nur zwei Kerzen beleuchteten Sarg tragen, bewegt sich auf das Tor der Ruine zu. Im verschneiten Vordergrund liegt ein offenes, frisch ausgehobenes Grab, umgeben von undeutlich erkennbaren Kreuzen. Die kahlen Eichen, die verdunkelte Landschaft und die kalte Dämmerung unterstreichen das Gefühl von Sterblichkeit und Verfall. Und trotzdem bleibt die Natur bestehen: Das Kloster zerfällt, doch die Bäume sind empor gerichtet und ihre Spitzen fangen die letzten Strahlen der untergehenden Sonne ein. Darüber geht eine zunehmende Mondsichel auf – ein Sinnbild für Erneuerung inmitten des Verlusts.

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PPS: Lies mehr über Die Abtei im Eichwald im DailyArt Magazin oder lerne 6 Schattierungen romantischer Unheimlichkeit in Caspar David Friedrichs Gemälden kennen!