Halina Eysymont ist eine polnische Künstlerin, geboren 1932. Ich liebe ihre Werke aus den 1970er Jahren, die diese spezifische Edward-Hopper-Atmosphäre haben, sehr.
Die Künstlerin durchlief verschiedene Phasen in ihrem kreativen Werdegang: vom Entwerfen von Textilien für die Leinenindustrie bis zur abstrakten Materialmalerei schuf sie auch landschaftsähnliche Studien von Licht und Farbe. In den 1970er Jahren wandte sie ihr Interesse einem weiteren Thema zu: Fasziniert von alltäglichen Gegenständen und Szenen aus dem täglichen Leben, stellte sie diese figurativ dar. Diese Werke wurden vom Hyperrealismus beeinflusst: Sie sind so realistisch, dass sie wie Fotografien aussehen, mit ihrer charakteristischen Wahl des Bildausschnitts, der oft fragmentarisch ist.
Abend zeigt Figuren, Gebäude und Baumkronen, die mit Präzision gemalt sind, wenn auch ohne Details, und die Farben sind flächig aufgetragen. Starke Kontraste zwischen Licht und Schatten, die Abstufung der Töne im dunklen Himmel und weiche Farbflächen sind eine Form des subjektiven Ausdrucks. Eysymonts Gemälde, die die Welt bei Tageslicht zeigen, haben eine reportageartige Qualität, während ihre nächtlichen Leinwände eine meditative Akzeptanz der Realität ausdrücken. Wie sie selbst es formulierte: „In der Welt um mich herum suche ich nach den banalen Alltagsgegenständen, die in ihrer Gewöhnlichkeit bemerkenswert sind. Möglicherweise könnte dies meine Art sein, Frieden und Halt in der ständigen Angst und Veränderlichkeit zu suchen.“
Wir präsentieren das heutige Werk dank der Zachęta–Nationalgalerie für Kunst in Warschau.
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