Nachdem er im Jahr 1907 Paris besucht hatte, wurde August Macke, ein Künstler aus dem Rheinland, stark vom französischen Impressionismus beeinflusst. Er begann, sich auf Alltagsgegenstände zu konzentrieren, wobei er leuchtende Farben und bildliche Unmittelbarkeit betonte. In Einklang mit den Idealen des Deutschen Expressionismus und als Mitglied der Gruppe des Blauen Reiters ließ Macke sich auch von Robert Delauneys dynamischem und buntem Orphismus inspirieren. In den darauffolgenden Jahren entwickelte er einen Malstil, der von vereinfachten Formen und rhythmischen Farbharmonien geprägt war. Sein Werk bewegte sich immer mehr von traditioneller Darstellung und Perspektive weg und tendierte stattdessen zu einer dekorativen, zweidimensionalen Methode.
Vier Mädchen wurde während Mackes produktiver Bonn-Periode (1910–1913) gemalt. Die Komposition strahlt eine ruhige, nachdenkliche Stimmung aus, wobei die Figuren und ihre natürliche Umgebung in friedlicher Harmonie abgebildet sind. In seinen späteren Werken – insbesondere nach seiner Reise nach Tunis im Jahr 1914 – beschäftigte Macke sich weiter mit Farbe, Flachheit und Abstraktion.
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