Nature Morte Cubiste by María Blanchard - 1917 - 70 x 60 cm Private Sammlung Nature Morte Cubiste by María Blanchard - 1917 - 70 x 60 cm Private Sammlung

Nature Morte Cubiste

Öl auf Pappe • 70 x 60 cm

  • María Blanchard - 6. März 1881 - 5. April 1932 María Blanchard

    1917

María Blanchard war eine spanische Künstlerin, die am besten für ihre einzigartige Form des Kubismus bekannt ist.

Von Geburt an litt Blanchard an verschiedenen körperlichen Fehlbildungen, darunter Kyphoskoliose und beidseitiger Hüftluxation. Ihr Wachstum war unterentwickelt und sie humpelte, was sie in der Schule zum Objekt von Hänseleien machte, wo ihre Mitschüler*innen sie grausam „die Hexe“ nannten. Die emotionalen Verletzungen dieser Erfahrung fanden später in den Thematiken ihrer Gemälde ihren Nachhall. Malerei wurde für sie ein Ventil für Traurigkeit; ihr Vater, der ihre künstlerischen Bestrebungen stark ermutigte, blieb für den Verlauf ihrer jungen Jahre ein bedeutender Einfluss. 

Ab 1918 lebte Blanchard dauerhaft in Paris. Eingetaucht in den kubistischen Kreis freundete sie sich eng mit Juan Gris an, dessen Freundschaft und künstlerischer Einfluss ausschlaggebend für ihre Karriere waren. Sie schloss sich der Section d'Or, einer Gruppe kubistischer Künstler*innen, an und entwickelte ihre eigene Methodik des Stils. Ihre frühen Werke zeigen verzahnte, abgeflachte Formen, wohingegen ihre späteren Gemälde figurativer und emotionaler wurden und von kräftigen, oft kontrastreichen Farben geprägt waren. Ihre Leinwände vermitteln sowohl Intensität als auch Melancholie, was sie besonders ausdrucksvoll macht. 

Nach Ausstellungen in Frankreich und Belgien im Jahr 1920 verbreitete sich ihr Ruf schnell. Obwohl sie mit wichtigen Händler*innen Kontakt aufnahm, bremste der wirtschaftliche Abschwung den Verkauf. Zu dieser Zeit war sie finanziell, bis zu dessen Tod im Jahr 1926, von ihrem engen Freund Frank Flausch abhängig. Danach verkaufte sie weiterhin Werke durch Pariser Galerien und private Sammlungen, wenn auch mit Schwierigkeiten.

Der Tod Juan Gris' im Jahr 1927 erschütterte Blanchard zutiefst und stürzte sie in eine Depression. Ihre Schwester Carmen und ihre Neffen zogen zu ihr nach Paris, was ihre Einsamkeit milderte, doch ihre Finanzen noch mehr belastete. Während sich ihr Gesundheitszustand verschlimmerte, wurde sie immer gläubiger und dachte sogar darüber nach, in ein Kloster einzutreten, was sie jedoch nie tat. Trotz Krankheit malte sie weiterhin, um ihre Familie zu unterstützen.

Blanchards Gesundheit verschlimmerte sich in den frühen 1930er Jahren noch mehr, als sie an Tuberkulose erkrankte, was sie schließlich am Arbeiten hinderte. Sie starb am 5. April 1932 in Paris im Alter von 51 Jahren.

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