Das Gemälde, das wir heute präsentieren, zeigt die Frische neu entsprossener Blätter und die kreative Reaktion des Künstlers darauf. Seine charakteristische Sichtweise und Sensibilität – Qualitäten, die sein gesamtes Werk durchziehen – werden hier besonders deutlich und verleihen dem Bild einen stillen, überraschenden und ganz eigenen Reiz. Besonders bemerkenswert ist dies für ein Werk aus der frühen Taishō-Zeit (in Japan, 1912–1926), als sich neue künstlerische Richtungen herauszubilden begannen.
Der Künstler ist Gyoshū Hayami, ein japanischer Maler im Nihonga-Stil. Nihonga bezeichnet eine Kunstrichtung, die sich über einen Zeitraum von 77 Jahren – von der Meiji-Restauration bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs – entwickelte und auf traditionellen japanischen Techniken und Stilen basiert, etwa Kalligrafie und Malerei von Hand, im Gegensatz zur Ölmalerei, die mit westlicher Kunst verbunden ist.
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