Theodore Robinson war eine der wichtigsten Persönlichkeiten der ersten Generation amerikanischer Impressionist*innen. Das heutige Gemälde entstand während seines ersten Aufenthalts in dem Dorf, in dem sich Claude Monet einige Jahre früher niedergelassen hatte. In jenem Sommer gehörte Robinson zu der kleinen Gruppe Amerikaner*innen, die bei der Etablierung dessen halfen, was später einmal die Kunstkolonie Giverny werden würde. Obwohl er nie offiziell Monets Schüler war, arbeitete Robinson enger mit ihm zusammen, als die anderen und übernahm vieles von dessen Herangehensweise an Freiluftmalerei. Gleichzeitig fügte Robinson dem Impressionismus seine eigene Empfindsamkeit hinzu. Wie viele amerikanische Künstler*innen der Zeit, war er von James McNeill Whistler und dem Ästhetizismus beeinflusst worden, die ein verstärktes Bewusstsein für Oberfläche, Muster und Gestaltung ermutigt hatten.
Dieser doppelte Einfluss ist eindeutig in diesem Gemälde. Einerseits ist es eine deutliche Pleinairstudie: Das helle Licht, die Wärme des Tages und die verschiedenen Grün- und Ockertöne des Feldes sind durch gebrochene Pinselstriche und frische Farben dargestellt. Andererseits ist die Komposition bemerkenswert strukturiert. Breite, kantige Streifen Ackerland laufen den Hang hinunter und hören abrupt bei einem horizontalen Streifen Grün darunter auf, was einen starken, dekorativen Rhythmus auf der Oberfläche kreiert. Das Bild kann sowohl als Aufnahme eines bestimmten Ortes als auch als sorgfältig angeordnetes Muster von Formen betrachtet werden. In dieser Spannung zwischen Beobachtung und Gestaltung beginnt Robinson jene Qualitäten zu definieren, die seine späteren Landschaften auszeichnen würden.
Bleib dran für morgen, denn wir zeigen ein Werk … des einmaligen Claude Monet! :)
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PPS: Triff 5 amerikanische Impressionist*innen, die du kennen solltest!
Theodore Robinson