Gemalt zu Beginn des Impressionismus, präsentiert Eva Gonzalès' Blumenstrauß eine frische Interpretation der Stillleben-Tradition. Noch in schützendem Floristenpapier eingewickelt, scheint der Strauß beiläufig auf einen Tisch gestellt worden zu sein, wobei ein paar Blüten herausgerutscht sind und über die Oberfläche verstreut liegen. Die Anordnung deutet auf einen flüchtigen, alltäglichen Moment hin – als hätte die Empfängerin nur kurz innegehalten, bevor sie nach einer Vase sucht. Indem sie dieses Gefühl der Spontaneität einfängt, nimmt Gonzalès Qualitäten auf, die die impressionistische Malerei ausmachen.
Das Gemälde zeigt auch den Einfluss ihres Mentors Édouard Manet, besonders in den kühnen Tonalkontrasten. Der eingewickelte Strauß erinnert an die Blumen, die in Manets Olympia prominent vertreten sind.
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