Henri Matisses Frau Amélie sitzt, in einen Kimono gekleidet, still neben einem Bootshaus und verschwindet fast in der Landschaft. Matisse flacht ab, was er sieht: Das blaue Meer, der breite Schatten des Gebäudes und die gebogenen Äste darüber machen die Komposition zu einer vielfältig gemusterten Oberfläche, die sein wachsendes Interesse an dekorativer Struktur und ausdrucksvoller Farbe offenbart.
Das Gemälde entstand während des fast ein Jahr andauernden Aufenthalts der Matisses bei ihrem Künstlerkollegen Paul Signac in Südfrankreich, eine Zeit, die für Matisses künstlerische Entwicklung ausschlaggebend sein sollte. Zum Teil motiviert von der Veröffentlichung von Signacs Manifest Von Eugène Delacroix zu Neoimpressionismus experimentierte Matisse kurzzeitig mit neoimpressionistischen Techniken. Aber statt den Neoimpressionismus einfach nur zu imitieren, übernahm Matisse dessen Lektionen und transformierte sie in einen spontaneren, befreiten Stil. Diese Experimente sollten bald in den revolutionären Gemälden des Fauvismus gipfeln.
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PPS: Das hier ist Henri Matisse in 10 Gemälden!