Rossetti vollendete das Sonett mit dem Titel La Bella Mano, auf Deutsch Die schöne Hand, ein Jahr nach dem Gemälde. Vielleicht war die visuelle Darstellung die Inspiration für das Gedicht? Die beiden Strophen, die auf dem Rahmen erscheinen, sind in Italienisch, einer Sprache, die Rossetti schon in jungen Jahren fließend beherrschte.
Übersetzt lautet das Sonett:
O schöne Hand, die du dich wäschst und labst
In jenem Element, so rein und klar,
Daraus der Göttin Liebesursprung war,
[...]
Der Quell und all der Segen, den ein Mann begehren kann,
Umschlossen von Ringen, umspannt von Armreifen.
Eine Blume der eigenen jungfräulichen Venus,
Glänze inmitten deiner schwesterlichen, süßen Schar;
Im mädchenhaften Gespräch gar zart.
Immerdar weiß und weich; bis du wirst,
O Hand! von Liebhaberhand gesegnet.
Wie in vielen späten Werken von Rossetti fehlt der Komposition die Erzählung. Stattdessen ist es ein Bild, das die Liebe personifiziert - eine Venus, die von ihren geflügelten Begleitern unterstützt wird. Die Leinwand ist reich an Details, die alle zum Thema der geistigen und irdischen Liebe beitragen, wie es in der zentralen Figur dargestellt ist. Eine Fülle von Symbolen verstärkt das Thema, einschließlich der Jakobsmuschel, die an die Geburt der Venus auf See erinnert. Die Wirkung eines Heiligenscheines wird durch den konvexen Spiegel erzeugt, der das Bett zeigt und einen gegenwärtigen oder zukünftigen Liebhaber verführen soll.
Dante Gabriel Rossetti