Die Zerstörung von Pompeji und Herculaneum by John Martin - 1822 - 161,6 x 253 cm Tate Britain Die Zerstörung von Pompeji und Herculaneum by John Martin - 1822 - 161,6 x 253 cm Tate Britain

Die Zerstörung von Pompeji und Herculaneum

Öl auf Leinwand • 161,6 x 253 cm

  • John Martin - 19. Juli 1789 - 17. Februar 1854 John Martin

    1822

Der Vesuv brach an diesem Tag im Jahr 79 n. Chr. aus und zerstörte Pompeji und Herculaneum. Die genaue Zahl ist unbekannt, aber es kamen Tausende von Menschen ums Leben. Beide Städte wurden im 18. Jahrhundert ausgegraben, was einen enormen Einfluss auf die damalige Kultur und Kunst hatte. Der Ausbruch konservierte eine komplette Momentaufnahme des römischen Lebens, was Pompeji und Herculaneum zu einigen der wichtigsten archäologischen Stätten der Welt macht.

Dieses erschreckende Ereignis des Ausbruchs wurde von John Martin in einem großen, farbenprächtigen Ölgemälde festgehalten. Von Stabiae aus gesehen, über die Bucht von Neapel hinweg, ist die Szene voller Chaos, während verzweifelte Überlebende in Sicherheit fliehen. In der Ferne wird Herculaneum von Lava verschlungen, während wir im Teil mit Pompeji die berühmten Gebäude des Großen Theaters und der Basilika sehen können. Der Vesuv ragt im Hintergrund auf, in den frühen Stadien des Ausbruchs eingefangen, seine Lava wirft einen roten Schein über die Landschaft, während der Himmel von Aschewolken und Blitzen durchzogen ist.

Das Gemälde hatte seine Premiere als Herzstück von Martins Einzelausstellung in der Egyptian Hall in Piccadilly, London, im Jahr 1822. Es war ein kommerzieller Veranstaltungsort, bekannt für seine eklektischen Attraktionen, darunter die Ägyptische Halle, eine Lappland-Ausstellung (komplett mit lebenden Rentieren und Menschen in traditioneller Kleidung), eine exotische Tierschau namens Der Schrecken Indiens und das Afrikanische Museum für Naturgeschichte. In diesem Kontext half Martins apokalyptisches Gemälde, seine Popularität beim Publikum als Meister epischer Katastrophenszenen zu festigen. Kritiker waren damals jedoch weniger begeistert und wiesen seine Arbeit oft als sensationell ab, statt sie als ernsthafte Kunst anzuerkennen.

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