Machen wir uns heute auf den Weg in wärmere Gefilde!
Auf den ersten Blick wirkt diese Szene wie ein ungezwungener Moment im Garten, doch bei näherem Hinsehen entpuppt sie sich als sorgfältig arrangierte Komposition, die eher an ein Stillleben erinnert. William Merritt Chase ordnet seine Familie und die umgebenden Gegenstände mit bewusster Präzision. Seine junge Schwester – sie trägt einen großen schwarzen Hut im niederländischen Stil des 17. Jahrhunderts, vielleicht ein spielerischer Verweis auf ihren Namen Hattie – steht gut sichtbar im Vordergrund. In der Nähe frühstückt seine Frau, die eine chinesische Kappe trägt, mit der gemeinsamen kleinen Tochter, während Chases Schwägerin entspannt in einer Hängematte liegt. Einer der vom Künstler besonders geschätzten russischen Wolfshunde döst entlang des Zauns.
Ebenso gezielt gewählt sind die Requisiten. Ein japanischer Paravent, eine tropische Topfpflanze, der niederländische Hut und die chinesische Kappe spiegeln Chases kosmopolitischen Geschmack wider. Sein Atelier in der Tenth Street in Manhattan war berühmt für seine eklektische Sammlung exotischer Objekte und Kostüme, von denen viele auch in seinen Gemälden wieder auftauchen, und der häuslichen Ruhe dieses Gartens in Brooklyn Eleganz und kultivierten Charme verleihen.
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