Les Diablerets (Das Oldenhorn und der Bécabesson) by Paul Signac - 1903 - 65 x 81 cm Private Sammlung Les Diablerets (Das Oldenhorn und der Bécabesson) by Paul Signac - 1903 - 65 x 81 cm Private Sammlung

Les Diablerets (Das Oldenhorn und der Bécabesson)

Öl auf Leinwand • 65 x 81 cm

  • Paul Signac - 11. November 1863 - 15. August 1935 Paul Signac

    1903

Im August 1903 unternahm Paul Signac seine erste Reise in die Schweiz, wo er sich in dem kleinen Bergdorf Les Diablerets niederließ, das sich in der französischsprachigen Region Romandie, östlich des Genfer Sees und ungefähr 15 Kilometer südwestlich von Gstaad befindet. Als hingebungsvoller Segler, der an den weiten Horizont des Mittelmeers bei Saint-Tropez gewöhnt war, waren die geschlossenen Aussichten auf die Alpenlandschaft zunächst eine Herausforderung für Signac. Und doch überwand er bald diesen Widerstand und nahm sich intensiv der Aquarellmalerei an, wodurch er die dramatischen Perspektivwechsel und das Licht- und Schattenspiel über dem mehrschichtigen Gelände erkundete. 

Am 22. November 1903 schrieb der Künstler Charles Angrand an Signac, wobei er begeistert bemerkte: „Du sagst, du hast zwei Diablerets in Arbeit. Also, magische Farben in den Vordergrund!“ Les Diablerets, l'Oldenhorn et le Bécabesson, im selben Jahr gemalt, ist eines der zwei Werke, auf die sich Angrands Brief bezieht. Die Bedeutung dieser Komposition – und ihres Begleitwerks – wird von ihrer Herkunft unterstrichen: Jedes wurde separat von Signacs engem Freund und einem der einflussreichsten Befürworter des Neoimpressionismus, Félix Fénéon, erworben.

In einer Korrespondenz mit Fénéon, im Zuge dessen Erwerb des zweiten Diablerets Gemäldes, erklärte Signac, dass er bewusst viele deskriptive Details der Landschaft geopfert hatte – eine Methode, die in Les Diablerets, l'Oldenhorn et le Bécabesson gleich offensichtlich ist. Diese absichtliche Unterdrückung von Details erlaubte es Signac, die Leinwand mit Farben zu tränken, wobei er kräftige, rhythmische Pinselstriche nutzte, um eine schimmernde Harmonie aus Blau-, Lavendel- und Rosatönen zu schaffen. Diese Farben fließen über die Bildoberfläche und nähern sich der Abstraktion an, indem sie die feinen Variationen von Licht und Schatten einfangen, die die Berglandschaft beleben.

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