Wir setzen unseren Sondermonat mit Meisterwerken aus dem American Folk Art Museum in New York fort. Das heutige Werk ist Teil der Ausstellung Self-Made: A Century of Inventing Artists, die noch bis zum 13. September 2026 im Museum zu sehen ist. Falls du in der Zeit in New York bist, solltest du sie nicht verpassen!
Minnie Evans war eine afroamerikanische Künstlerin, die von den 1940er- bis in die 1980er-Jahre in den USA tätig war. Sie leitete den Einlass der Airlie Gardens in Wilmington, North Carolina, als sie dieses Werk schuf, in dem drei Gesichter aus farbenprächtigen Azaleen und üppigem Blattwerk hervortreten. Die Zeichnungen von Blumen und Gesichtern fertigte sie zunächst getrennt an und fügte sie dann zu einer kaleidoskopartigen Landschaft zusammen. Die leuchtende Farbpalette spiegelte ihre Vorstellung vom Himmel wider. Einmal sagte sie: „Wir sprechen vom Himmel und stellen uns vor, dass alles weiß sein wird. Aber ich glaube, wir werden wunderschöne Regenbogenfarben haben.“
Obwohl sie ihre unmittelbare Umgebung darstellte, verstand Evans ihre Arbeit als eine Verbindung zu den Vorfahren und zur spirituellen Welt. Die Komposition wird von Augen bestimmt, die den Betrachtenden ruhig entgegenblicken und von symmetrischen Blüten umgeben sind. Evans erklärte, sie habe versucht, die Augen aus ihren Zeichnungen zu entfernen – doch sie fanden immer wieder ihren Weg zurück.
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Minnie Evans