Schlafende Diana, von zwei Faunen belauscht by Arnold Böcklin - 1877 - 105 x 77,4 cm Museum Kunstpalast Schlafende Diana, von zwei Faunen belauscht by Arnold Böcklin - 1877 - 105 x 77,4 cm Museum Kunstpalast

Schlafende Diana, von zwei Faunen belauscht

Öl auf Leinwand • 105 x 77,4 cm

  • Arnold Böcklin - 16. Oktober 1827 - 16. Jänner 1901 Arnold Böcklin

    1877

Der Kontrast zwischen der hellleuchtenden Diana, Göttin der Jagd und der Keuschheit, und den etwas lüsternden, etwas furchtsamen haarigen Faunen, die sie beobachten, könnte kaum größer sein. Ihre Hände treffen sich beinahe in der Mitte der Leinwand, aber der hintere Faun schafft es gerade noch, seinen Begleiter zurückzuhalten. So bleibt der zerbrechliche Gegensatz zwischen der Göttin und den Kreaturen der Natur, zwischen Reinheit und Instinkt, zwischen dem Erhabenen und dem Grotesken bestehen. Und mit ihm der Reiz, etwas Verbotenes zu beobachten. Die Figur der halb enthüllten Diana steht in der langen Darstellungstradition liegender Frauenfiguren, wie der schlafenden Venus. Böcklin malte das Werk unter dem Einfluss des Kolorismus der italienischen Frührenaissance. Er hatte an der Kunstakademie Düsseldorf Landschaftsmalerei studiert und gilt als Hauptvertreter des Idealismus und Symbolismus in der Malerei des 19. Jahrhunderts. 

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Zuzanna