Mandala von Jnanadakini by Unbekannter Künstler - spätes 14. Jahrhundert - 74,9 x 83,8 cm Metropolitan Museum of Art Mandala von Jnanadakini by Unbekannter Künstler - spätes 14. Jahrhundert - 74,9 x 83,8 cm Metropolitan Museum of Art

Mandala von Jnanadakini

Leimfarbe auf Stoff • 74,9 x 83,8 cm

  • Unbekannter Künstler Unbekannter Künstler

    spätes 14. Jahrhundert

Ein Mandala ist ein spirituelles und rituelles Symbol in asiatischen Kulturen. Es lässt sich auf zwei Weisen verstehen: äußerlich als visuelle Darstellung des Universums und innerlich als Leitfaden für verschiedene Praktiken vieler asiatischer Traditionen, darunter Meditation.

Begeben wir uns nun in das Tibet des späten 14. Jahrhunderts. Heute zeigen wir dir ein Thangka – eine tibetisch-buddhistische Malerei auf Baumwolle, die gewöhnlich eine buddhistische Gottheit, eine Szene oder ein Mandala darstellt. Thangkas werden traditionell ungerahmt aufbewahrt und, wenn sie nicht ausgestellt sind, zusammengerollt. Sie sind auf einen textilen Hintergrund montiert, ähnlich chinesischen Rollbildern, und zusätzlich von einer Seidenabdeckung geschützt.

Im Zentrum dieses kunstvollen Thangkas sitzt die sechsarmige Göttin Jnanadakini, umgeben von acht Emanationen – Erscheinungsformen der Devi (Göttinnen), die den Farben der vier Himmelsrichtungen des Mandalas entsprechen. In den Toröffnungen wachen vier weitere Schutzgöttinnen. Den Mandalakreis umgeben konzentrische Bänder voller Lotusblüten, Vajras (Zepter), Flammen und die acht großen Leichenstätten. In den Ecken zeigen Rundmedaillons Dakinis (Himmelsbewohnerinnen) und Lamas (geistliche Lehrer, Priester oder Mönche), während im oberen Register Lamas und Mahasiddhas (hoch verwirklichte spirituelle Praktizierende) die spirituelle Linie der Sakya-Schule (eine der vier Hauptschulen des tibetischen Buddhismus) repräsentieren. Unten vervollständigen Schutzgottheiten und ein Mönch, der ein Weihe-Ritual durchführt, die Szene. Dieses Thangka gehörte wahrscheinlich zu einem Satz von 42 Mandalas, die mit den rituellen Texten der Vajravali („Girlande der Vajras“) verbunden sind. Seine exquisite Detailgenauigkeit legt nahe, dass es in Tibet von einem reisenden Newari-Künstler gemalt wurde.

Dieses Thangka ist ein Meisterwerk der Hingabe und des Detailreichtums. Entdecke, wie heilige Kunst aus verschiedenen Kulturen die menschliche Kreativität geprägt hat, mit unseren großartigen DailyArt 2026 Kalendern! Wie immer präsentieren wir ikonische Werke aus allen Zeiten und Traditionen. Du kannst sie jetzt im Vorverkauf mit 25 % Rabatt bestellen :)

PS: Verfolge, wie sich buddhistische Kunst seit ihren Anfängen in Indien über verschiedene Kulturen hinweg verbreitet hat.