Heiliger Berg III by Horace Pippin - 1945 - 64,6 × 76,8 cm Hirshhorn Museum and Sculpture Garden Heiliger Berg III by Horace Pippin - 1945 - 64,6 × 76,8 cm Hirshhorn Museum and Sculpture Garden

Heiliger Berg III

Öl auf Leinwand • 64,6 × 76,8 cm

  • Horace Pippin - 22. Februar 1888 - 6. Juli 1946 Horace Pippin

    1945

Horace Pippin war ein US-amerikanischer Maler, der eine Vielzahl von Themen malte, darunter von seinem Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg inspirierte Szenen, Landschaften, Porträts und biblische Motive. Einige seiner bekanntesten Werke befassen sich mit der Geschichte der Sklaverei und Rassentrennung in den Vereinigten Staaten. Im Laufe seiner Karriere malte Pippin auch Tiere, die er oft in Szenen einbaute, die seine persönlichen Erfahrungen und seinen kulturellen Kontext widerspiegelten.

Auf den ersten Blick scheint das heutige Gemälde eine idyllische Szene der Harmonie im Paradies darzustellen. Bei genauerer Betrachtung offenbaren sich jedoch dunkle Details des Krieges und rassistischer Gewalt im schattigen Wald. Heiliger Berg III, Teil einer vierteiligen Gemäldeserie, setzt eine ruhige Landschaft der düsteren Realität gegenüber – eine gelynchte Gestalt hängt an einem Baum, während in der Ferne Soldaten miteinander kämpfen.

Hinter dem friedlichen Vordergrund ragt ein dunkler Wald empor, und die Bäume verbergen albtraumhafte Zerstörung. Panzer, Soldaten und weiße Grabsteine tauchen aus der Dunkelheit auf. Die Dutzenden roten Wildblumen in Heiliger Berg III sind Mohnblumen, das traditionelle Symbol für die Toten des Ersten Weltkriegs.

Sogar die Daten auf diesen Gemälden sind düstere Erinnerungen an den Krieg. Die Inschrift auf dem heutigen Gemälde (9. August 1945) markiert den Bombenabwurf auf Nagasaki.

PS: Lies die unglaubliche Geschichte von Horace Pippin – einem der faszinierendsten autodidaktischen Künstler Amerikas.

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