Nachdem es mehr als 60 Jahre lang nicht öffentlich zu sehen war, wurde das Gemälde, das wir heute vorstellen, Die Vision des Zacharias im Tempel, als echtes Werk von Rembrandt van Rijn bestätigt. Forscher*innen des Rijksmuseums haben das Gemälde mithilfe modernster wissenschaftlicher Methoden und durch einen genauen Abgleich mit Rembrandts Frühwerken erneut untersucht. Die Pigmente, die Farbschichten und die Pinselführung stimmen alle mit denen überein, die in Gemälden zu finden sind, die er in den frühen 1630er Jahren schuf.
Die Szene zeigt den biblischen Moment, in dem der Priester Zacharias eine göttliche Botschaft erhält, dass er und seine Frau trotz ihres fortgeschrittenen Alters einen Sohn bekommen werden: Johannes den Täufer. Anstatt den Erzengel Gabriel direkt darzustellen, deutet Rembrandt dessen Anwesenheit nur an und verstärkt so die Dramatik von Zacharias’ erstaunter Reaktion.
Technische Untersuchungen bestätigten, dass das Werk auf zwei Eichenholztafeln gemalt wurde, wie sie im 17. Jahrhundert typisch waren, und dass die Pigmente – darunter Bleiweiß, Ocker, Knochenschwarz und Blei-Zinn-Gelb – mit Rembrandts Arbeitsweise übereinstimmen. Die Signatur „Rembrandt f. 1633“ wurde auf die noch feuchte Farbe aufgetragen, was darauf hindeutet, dass sowohl die Signatur als auch das Datum original sind. Nachdem das Gemälde einst aus Rembrandts Œuvre entfernt und jahrzehntelang in einer Privatsammlung verborgen war, wird es nun wieder als Werk des Meisters anerkannt.
Sieh dir dieses Licht an! Rembrandt war ein wahrer Meister darin.
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