Auf den ersten Blick erscheint es wie ein schöner, aber insgesamt einfacher Blumenstrauß … aber in Wahrheit ist hier viel los! Neben den Blumen krabbeln hier viele kleine Tiere über das Gemälde. In der unteren rechten Ecke ist eine Schnecke zu sehen und in der oberen Linken ein Schmetterling, auf dem Stängel einer Anemone sitzt eine Raupe und auf der rechten Seite hängt eine Spinne von einem Faden. Direkt springen einem vor allem die Gartenschnecke und die winzigen Ameisen ins Auge, die auf und in die Rosenblüten in der Mitte klettern — eines der Elemente, die dieses Gemälde so richtig zum Leben erwecken. Indem er diese echten Insekten in das Gemälde einfügt, verwandelt der Maler diesen Blumenstrauß in ein lebendiges Objekt. Es handelt sich nicht einfach nur um ein bewegungslosen Strauß; er ist umgeben von Leben, eingeladen von den Gerüchen der Blumen.
Der in Utrecht geborene Jan Davidsz. de Heem zog 1636 nach Antwerpen. Dort spezialisierte er sich unter dem Einfluss der flämischen Meister auf die Malerei üppiger Stilleben und Girlanden. Obwohl seine Detailgenauigkeit an seinen Utrechter Lehrer Balthasar van der Ast erinnert, sind der Überschwung und die Reichhaltigkeit der Farben eher typisch für die flämische Malerei.
Wir sind in der letzten Woche unseres Sondermonats mit den Blumenstillleben des Rijksmuseums in Amsterdam angekommen! Ein Sondermonat bedeutet, dass wir in unserer App und auf unseren Social Media Kanälen einen besonderen Fokus auf die Sammlung des Museums richten. Wir hoffen, es hat dir gefallen. :)
PS: Du liebst es, die winzigen Details inmitten der Blumen zu entdecken? Unser 50 Postkartenset – Blumen in der Kunst ist voller floraler Meisterwerke aus verschiedenen Epochen und Ländern; es eignet sich perfekt, um ein kleines Stückchen Kunst an deine Liebsten zu schicken! :)
PPS: Winzige Kriechtiere kann man in vielen berühmten Kunstwerken finden! Entdecke die krabbeligen Kreaturen, die sich in alten Gemälden verstecken!