Street art Street art

Street art

1980s - heute

Street Art ist eine rein visuelle Kunst, die im öffentlichen Raum geschaffen wird - in der Regel ohne Genehmigung und außerhalb des Kontexts traditioneller Orte für Kunst. Der Begriff erlangte während des Booms der Graffiti-Szene in den frühen 1980er Jahren Popularität und wird auch heute noch auf diverse Kunstformen angewendet. So zählen Schablonengraffiti, Plakatkunst (auch Sticker), Straßeninstallationen oder selbstgemachte Skulpturen zu den gängigen Formen der modernen Straßenkunst. Weitere Formen wie Videoprojektionen, Yarn Bombing (auch Guerilla Knitting, Veränderung von Gegenständen im öffentlichen Raum durch Stricken) und Lock Ons (Veränderung öffentlicher Gegenstände mit Fahrradschlössern und Ähnlichem) wurden um die Wende zum 21. Jahrhundert populär.

Auch die Begriffe "urbane Kunst", "Guerilla-Kunst", "Post-Graffiti" und "Neo-Graffiti" werden manchmal verwendet, wenn es um die benannten Kunstformen geht. Auch traditionelle mit Sprühdosen gefertigte Graffiti werden oft in diese Kategorie aufgenommen - rein territoriale Graffiti (nur Tags und Logos) oder Vandalismus sind davon ausgeschlossen.

Street Art ist oft durch den Wunsch des Künstlers motiviert, direkt mit der breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren - frei von den wahrgenommenen Grenzen einer formalen Kunstwelt. Straßenkünstler präsentieren mitunter auch gesellschaftlich relevante Inhalte. In Form einer Provokation oder aber um aufgrund der künstlerischen Ästhetik eine besondere Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Thema zu lenken.