Puppentheater (beschnitten) by Uemura Shoen - 20. Jahrhundert - 107 x 51 cm Fukuda Art Museum Puppentheater (beschnitten) by Uemura Shoen - 20. Jahrhundert - 107 x 51 cm Fukuda Art Museum

Puppentheater (beschnitten)

Auf Seide gemalt • 107 x 51 cm

  • Uemura Shoen - 23. April 1875 - 27. August 1949 Uemura Shoen

    20. Jahrhundert

Wir setzen unseren besonderen Monat mit der Sammlung des Fukuda Kunstmuseums in Kyōto fort. Habt einen tollen Sonntag! :)

Uemura Shōen, deren echter Namen Tsune war, wurde in Kyōto geboren. Shōen besuchte die private Malereischule von Suzuki Shōnen, während sie an der Schule für Malerei der Präfektur Kyōto studierte. Danach lernte Shōen unter den Meistern der Shijō-Schule, insbesondere Kōno Bairei und Takeuchi Seihō. Ihr Künstlername ist eine Mischung aus dem „Sho“ von Shōnen und dem „En“ von Cha-en (Tee-Plantage), da ihre Familie ein Geschäft für Tee besaß. Ihr lebenslanges Streben, weibliche Schönheit darzustellen, brachte einen eleganten und höchst raffinierten Malstil hervor. Shōen bereitete den Weg für moderne Künstlerinnen und machte Geschichte als erste Empfängerin des Kulturordens. 

Das Puppenspiel, das auf der Leinwand als alternative Bühne aufgeführt wird, zeigt eine berühmte Szene aus dem Jōruri (japanisches Balladendrama) Meido no Hikyaku von Chikamatsu Monzaemon, in der der Held und die Heldin unter einem Regenschirm im Schnee zusammen durchbrennen. Die junge Frau, die die Puppe der Prostituierten Umekawa steuert, wirkt so animiert, als würde sie selbst spielen, und bemerkt nicht, dass ihr Ärmel nach dem Vorbeugen über die Leinwand hängt. Der leicht tadelnde Blick ihres Puppenspielerkollegen, der sie beruhigen soll, verstärkt das realistische Gefühl. Shōen fühlte sich mehr zu der Schönheit der Linien der Ukiyo-e-Holzblockdrucke angezogen, die durch das Schnitzen und Drucken entstanden, als von den Originalwerken der Ukiyo-e-Maler*innen. Dieses Werk ist eine Kopie eines Ukiyo-e von Kitagawa Utamaro (1753–1806), ursprünglich ein großer Holzblockdruck auf einer Seidenleinwand. Dieses seltene Exemplar demonstriert Shōens besonderes Interesse für einige der Ukiyo-e-Drucke.

Wir weisen darauf hin, dass das heutige Meisterwerk eine sehr lange Rolle ist, die wir kürzen mussten, damit wir sie dir in unserer App zeigen können. Dafür entschuldigen wir uns!

PS: Liebst du die Anmut der Ukiyo-e und des japanischen Balladendramas? Du findest sie auch in unserem 50- Postkartenset - Japanische Kunst, direkt in deinem Briefkasten.

PPS: Hier kannst du etwas über Noguchi Shōhin lesen, eine andere faszinierende Künstlerin aus dem Japan der Jahrhundertwende.