Kehren wir zumindest für heute zu Sommertagen zurück!
Der spanische Maler Joaquín Sorolla liebte es, Menschen, Wasser und Landschaften unter dem hellen Sonnenlicht Spaniens darzustellen. Im Sommer 1919, nachdem er die Wandgemälde für die Hispanic Society vollendet hatte, reiste Sorolla zuerst nach Valencia und dann nach Pollensa auf Mallorca. In Cala de San Vicente (dem Badeort auf der spanischen Insel Ibiza) vertiefte er sich erneut in seine Faszination für das Licht und schuf mehrere Versionen dieser Landschaft, in deren Hintergrund der Serra del Cavall Bernat aufragt. In diesem besonderen Werk ist die zentrale Figur (von hinten gesehen) Sorollas Tochter Clotilde, die auf den Fersen auf den Felsen balanciert, mit der rechten Hand ihr Kleid rafft und mit der linken ihren Hut festhält. Wie in vielen seiner Kompositionen dient die Figur vor allem als Vehikel für Sorollas eigentliches Interesse – das Zusammenspiel des Lichts. Hier, vor der Kulisse der untergehenden Sonne, wird das Wasser zu einer schimmernden Fläche goldener Reflexe. Obwohl das Gemälde vielleicht unvollendet blieb, deuten die vereinfachten Formen auf Sorollas zunehmende Neigung zu einem synthetischeren Stil hin, der von breiten Farbfeldern geprägt ist.
PS: Sorolla besaß eine einzigartige Fähigkeit, zu zeigen, wie das Licht unsere Wahrnehmung der Welt formt – in glitzerndem Wasser, sonnenüberfluteten Stränden oder einfachen Momenten des Alltags. Hier ist Joaquín Sorolla in 10 unglaublichen Gemälden!
PPS: Schöne Dinge verdienen es, gesehen zu werden. Lass die Welt entdecken, was du erschaffst.