Die Geburt der Venus by Sandro Botticelli - 1485–1486 - 172,5 x 278,5 cm Galleria degli Uffizi (Die Uffizien) Die Geburt der Venus by Sandro Botticelli - 1485–1486 - 172,5 x 278,5 cm Galleria degli Uffizi (Die Uffizien)

Die Geburt der Venus

Tempera auf Leinwand • 172,5 x 278,5 cm

  • Sandro Botticelli - ca. 1445 - 17. Mai 1510 Sandro Botticelli

    1485–1486

Wir posten selten das gleiche Meisterwerk zweimal auf DailyArt, aber es gibt Kunstwerke, die man wirklich ab und zu zeigen sollte. :)

Gemeinhin als die Geburt der Venus bekannt, zeigt dieses klassische Gemälde eigentlich die Göttin der Liebe und Schönheit, wie sie am Ufer von Zypern ankommt. Sie wurde aus dem Meeresschaum geboren und wird von den Winden Zephyr und, vielleicht, Aura an Land getragen. Venus steht auf einer riesigen Jakobsmuschel, rein und leuchtend wie eine Perle. Am Ufer wird sie von einer jungen Frau begrüßt, entweder einer der Grazien oder der Hora des Frühlings, die ihr einen blumenbedeckten Mantel anbietet. Sogar die Rosen, die von den Winden umher geweht werden, weisen auf den Frühlingsbeginn hin. Jedes Element des Gemäldes feiert Venus als Verkörperung von Liebe und Schönheit.

Das Werk wurde höchstwahrscheinlich von einem Mitglied der Medici-Familie in Auftrag gegeben, obwohl es erstmals 1550 dokumentiert wurde, als Giorgio Vasari es in der Villa di Castello beschrieb, die seit Mitte des 15. Jahrhunderts im Besitz eines jüngeren Zweigs der Dynastie war. Diese Zuschreibung wird von den orangenen Bäumen im Vordergrund unterstrichen, die wegen der Assonanz zwischen ihrem Namen und dem einst mala medica genannten Baum lange mit den Medicis assoziiert wurden.

Im Gegensatz zu Primavera, das auf Holz gemalt wurde, wurde Geburt der Venus auf Leinwand angefertigt, einem im 15. Jahrhundert häufig verwendeten Trägermaterial für dekorative Werke, die für Adelsresidenzen bestimmt waren. Botticelli ließ sich für die zurückhaltende Pose der Venus von klassischen Statuen inspirieren, wobei sie ihre Nacktheit mit ihrem langen, vom Licht vergoldeten Haar verhüllt. Die im Fluge verschlungenen Windgottheiten erinnern auch an die Antike und sind von einem hellenistischen Edelstein inspiriert, der einst Lorenzo dem Prächtigen gehörte. 

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PS: Lies 3 Dinge, die du vielleicht noch nicht über Botticellis Venus wusstest!