Auf ins wunderschöne Indien!
Im heutigen Gemälde sehen wir die Götter Shiva (bekannt als der „Zerstörer“, der Zerstörung im Sinne von Erneuerung und heilsamer Veränderung verkörpert) und seine Gemahlin Parvati (verehrt als wohlwollende, nährende Ehefrau Shivas und Mutter von Ganesha und Kartikeya), die gemeinsam auf einem Tigerfell sitzen und einer Gruppe von Tänzer*innen zuschauen, die von himmlischen Musiker*innen begleitet werden. Die Prozession der Darsteller ist so lang, dass sie hinter den umliegenden Bäumen verschwindet.
Shiva, der große Yogi, ist an seiner aschweißen Haut, dem verfilzten Haar, den Schlangenornamenten und dem dritten Auge auf seiner Stirn zu erkennen. Doch hier erscheint er nicht als furchterregender Asket, sondern als anmutiger Prinz, der ein ländliches Fest genießt. Obwohl der genaue Text, den das Gemälde illustriert, unbekannt ist, könnte die Szene die Feierlichkeiten darstellen, die Shivas Zustimmung zur Ehe mit Parvati begleiten.
PS: Parvati wird mit Häuslichkeit, Fruchtbarkeit und Schönheit assoziiert. Hier findest du mehrere prachtvolle Darstellungen dieser hinduistischen Göttin!