William Merritt Chase
1. November 1849 • 25. Oktober 1916
William Merritt Chase war ein amerikanischer Maler, der als Vertreter des Impressionismus und als Lehrer bekannt ist. Er ist auch für die Errichtung der Chase School verantwortlich, die später zur Parsons The New School for Design umbenannt wurde. Chase arbeitete mit allen Medien und Techniken. Am besten beherrschte er die Öl- und Pastellmalerei, aber er erstellte auch Aquarelle und Radierungen. S.G.W. Bejamin äußerte sich in einer zeitgenössischen Rezension folgendermaßen über seinen Stil: „Ein edler Sinn für Farben ist in all seinen Werken spürbar, sei es in den subtilen, schwer fassbaren Tönen des Fleisches oder in der kraftvollen Wiedergabe einer scharlachroten Masse, wie in seinem bemerkenswerten Gemälde des "Hofnarren". In einem Porträt strebt er danach, manchmal sehr erfolgreich, den Charakter festzuhalten, obwohl er manchmal einen zu impressionistischen Stil benutzt.“
Er ist wohl am besten für seine Porträts und Modelle bekannt, zu denen einige der wichtigsten Männer und Frauen seiner Zeit gehörten. Sein Porträt der Malerin Lydia Field Emmet von 1892 stellt Emmet in einer Pose dar, die auf den Gemälden der Alten Meister üblicherweise Männern vorbehalten war. Emmets Hand liegt auf ihrer Hüfte, dabei blickt sie über ihre Schulter auf das Publikum. Chase malte auch häufig seine Frau Alice und ihre Kinder, manchmal in einzelnen Porträts, manchmal in Szenen häuslicher Ruhe: beim Frühstück in ihrem Garten oder beim Entspannen in ihrem Sommerhaus auf Long Island; die Kinder spielen auf dem Boden oder zwischen den Sanddünen von Shinnecock. Neben den Porträts und figürlichen Werken begann Chase in den späten 1880er Jahren Landschaften zu malen. Sein Interesse an der Landschaftskunst wurde vielleicht durch die berühmte New Yorker Austellung französischer Impressionisten des Pariser Kunsthändlers Durand-Ruel im Jahre 1886 ausgelöst. Chase bleibt vor allem für zwei Serien landschaftlicher Motive im Gedächtnis, die beide im Stil des Impressionismus gemalt sind. Die erste enthielt Szenen des Prospect und des Central Parks in New York; die zweite zeigt seine Sommerlandschaften in Shinnecock.
Chase malte im Laufe seines Lebens weiterhin Stillleben wie in seinen Studienjahren. Sein Atelier und sein Zuhause waren mit dekorativen Gegenständen gefüllt, und seine figurativen Innenszenen enthielten häufig Bilder von Stillleben.