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Doch gehen wir zu den heutigen, lecker aussehenden Früchten über. „Das Auge muss begreifen, Dinge zusammenbringen“, sagte Cézanne einst. „Das Gehirn wird ihm Form geben.“ In einem Stillleben (in dem die Künstler*innen nicht nur malen, sondern ihre eigenen Welten kreieren), sind jedes Objekt, jede Platzierung, jeder Winkel eine bewusste Entscheidung. Cézanne kehrte wieder und wieder zu den gleichen, vertrauten Gegenständen zurück: dem gemusterten Tuch, dem geblümten Krug, dem einfachen Tisch aus seinem Atelier. Jede neue Zusammenstellung wurde zu einem Experiment darüber, wie die Formen zueinanderstehen und interagieren.
In dieser Komposition neigt sich der Tisch in einem unerwarteten Winkel und bricht dadurch mit der traditionellen Perspektive. Wir sehen den Krug sowohl im Profil als auch von oben. Diese Verzerrungen sind keine Fehler, sondern das Ergebnis von Cézannes Hingabe an die direkte Beobachtung. Sein Ziel war es nicht, den Raum abzuflachen, sondern das Wesen jedes Objekts einzufangen – die Wahrheit des Sehens – anstatt die Illusion von Tiefe innerhalb eines „Luftkasten.“
Cézanne, der mit geduldiger Intensität arbeitete, verschob seine Leinwand von Tag zu Tag und malte dadurch die gleiche Szene aus verschiedenen Blickwinkeln. Was daraus entstand, war nicht ein einzelnes, fixiertes Bild, sondern eine Betrachtung von Wahrnehmung selbst. In diesem langsamen, suchenden Prozess begann seine Kunst sich – fast unbemerkt – auf Abstraktion hinzubewegen.
PS: Wusstest du, dass Früchte eines der Lieblingsmotive des heutigen Künstlers waren? Genieße eine Kostprobe von Paul Cézannes Obstgemälden!