Georges de La Tour wurde lange Zeit von spanischen und italienischen Meistern überschattet und geriet in Vergessenheit, bis er im frühen 20. Jahrhundert wiederentdeckt wurde. Wissenschaftliche Forschung in den 1930er Jahren stellte allmählich seinen Ruf wieder her und enthüllte ihn als einen der großen französischen Maler des 17. Jahrhunderts.
Heute sind nur etwa 40 authentifizierte Gemälde von La Tour bekannt. Während die meisten Akademiker*innen vermuteten, dass der Raucher möglicherweise in Zusammenarbeit mit La Tours Sohn Étienne ausgeführt wurde, zeugen das kompositionelle Gleichgewicht, die räumliche Kraft und die raffinierte Oberfläche des Gemäldes unverkennbar von La Tours künstlerischer Vision.
Obwohl das Sujet zur Genremalerei gehört – eine einfache Figur, die sich ganz auf das Rauchen konzentriert – übersteigt das Werk den alltäglichen Realismus. Seine rigorose Beobachtung und das dramatische Chiaroscuro, das Caravaggio zu verdanken ist, durchdringen die Szene mit einer stillen, fast sakralen Ernsthaftigkeit. Erleuchtet vom Glühen einer brennenden Glut, kündigt die ruhige Intensität des Bildes die Entstehung der französischen klassischen Malerei des 17. Jahrhunderts in ihrer tiefgreifendsten Form an.
Wunderschön, nicht wahr?
PS: La Tour ist berühmt für seine zutiefst meditativen Meisterwerke. Entdecke seine schönen Gemälde der Maria Magdalena im Kerzenlicht.