Maria Nicz-Borowiak war eine polnische Malerin und Grafikerin. Das Gemälde, das wir heute präsentieren, zeichnet sich durch deutliche Abtrennungen und flache Farbflächen aus, die an den Neoplastizismus erinnern. Im Gegensatz zu den Prinzipien dieser Bewegung, hat die Künstlerin jedoch diagonale Linien und Bogenformen eingefügt, die räumliche Tiefe suggerieren. Sie hat der abstrakten Komposition außerdem Figurenelemente hinzugefügt: Ein Fisch hängt frei im Raum und eine nackte, fischförmige Frau schaffen ein surrealistisches Ganzes. Nicz-Borowiak war eine führende Protagonistin des polnischen Konstruktivismus und ein Mitglied der Kollektive Blok (1924-1926) und Praesens (1926-1930). Sie kombinierte in ihren Werken Inspiration aus diversen Avantgarde-Kunstbewegungen mit Motiven aus Stillleben und alltäglichen Umgebungen.
Das Werk ist Teil der Sammlung des Kunstmuseums in Łódź und kann in der Dauerausstellung Ways of Seeing The Collection of the Museum of Art in Łódź angesehen werden, die wir wärmstens empfehlen. Das Museum ist eines der ältesten Institutionen der Welt, die sich moderner Kunst widmen und hat umfangreiche Bestände. Du solltest sie nicht verpassen, während du Polen besuchst!
PS: Dieses Meisterwerk ist Teil unseres neuen Sets von Künstlerinnen-Postkarten. :)
PPS: Lerne mehr darüber, wie die Werke von Kandinsky und Strzemiński dabei halfen, zwei revolutionäre Museen zu etablieren.
Maria Nicz-Borowiak