Die amerikanische Malerin Sarah Peale wurde in die Kunst hineingeboren, so wie andere Menschen in die Landwirtschaft oder in den Priesterstand hineingeboren werden. Ihr Vater, James Peale, war einer der großen Stillleben- und Porträtmaler seiner Zeit, und ihr Onkel war niemand anderes als Charles Willson Peale, der Gründer der ersten großen künstlerischen Dynastie Amerikas. Sarah wurde bei ihrem Cousin Rembrandt Peale ausgebildet, und bereits 1824 wurden sie und ihre Schwester Anna Claypoole Peale die ersten Frauen, die je in die Pennsylvania Academy of the Fine Arts gewählt wurden.
Sarah und ihr Vater James genossen ein kreatives, symbiotisches Verhältnis in ihren Werken. Sarah fügte James’ Leinwänden oft die letzten Feinheiten hinzu, und er wiederum ließ sich von ihren Kompositionen inspirieren – gelegentlich malte er sogar seine eigenen Versionen ihrer Früchtearrangements. Die Kunsthistorikerin Ann Sue Hirshorn bemerkte, dass Sarahs „vitale Gemälde von Melonen, Trauben und Pfirsichen“ den großzügigen, einfallsreichen Zugang ihres Vaters zur Fülle der Natur teilten und beide während der 1820er Jahre aus derselben reichen Ader des Motivrepertoires schöpften.
Die Wassermelone selbst, aufgeschnitten, um ihr glänzendes rotes Fruchtfleisch und die schwarzen Kerne vor einem dunklen, dramatischen Schatten zu enthüllen, zeigt Sarahs sicheres Händchen für Textur und Licht. Diese Fähigkeiten würden sie bald zu einer gefragten Porträtistin machen, die etablierte Rivalen wie Thomas Sully bei großen Aufträgen ausstach. Sarah war die erste Frau in Amerika, die sich ihren Unterhalt ausschließlich durch Malerei verdiente.
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PPS: Lies mehr über die Familie Peale, die erste US-amerikanische Künstler*innenfamilie!