Lotus by Kazumasa Ogawa - 1896 - 26 × 21,7 cm J. Paul-Getty-Museum Lotus by Kazumasa Ogawa - 1896 - 26 × 21,7 cm J. Paul-Getty-Museum

Lotus

Farblichtdruck • 26 × 21,7 cm

  • Kazumasa Ogawa - 1860 - 1929 Kazumasa Ogawa

    1896

In den 1890er Jahren fand Kazumasa Ogawa, ein japanischer Fotograf, heraus wie man etwas tat, das bisher sonst niemand auf der Welt geschafft hatte: bis zu 25 verschiedene Farbtöne in einem einzigen gedruckten Bilder wiederzugeben – und das zu einer Zeit, als überall anders sechs bis acht Farben als das maximale Limit galten. 

Ogawa, der 1860 in eine der letzten Samurai-Familien Japans geboren wurde, hatte bis dato bereits ein ungewöhnliches Leben gelebt. Als Jugendlicher machte er eine Ausbildung zum Fotografen, mit 17 Jahren eröffnete er sein eigenes Studio und mit 22 segelte er an Bord der USS Swatara nach Amerika, wo er als erster japanischer Staatsbürger im Ausland Fotografie studierte. Als er 1884 nach Tokio zurückkehrte, brachte er mehr als nur eine technische Ausbildung mit sich. Er kombinierte westliche Lichtdruckverfahren (ein mechanischer Prozess, um Bilder von Glasnegativen zu reproduzieren) mit traditionellen japanischen Handkolorierungstechniken und erfand damit das, was er Chromocollotypie nannte.

Zwischen 1894 und 1896 wandte Ogawa diese Erfindung auf Blumen an. Dabei fotografierte er mithilfe enger, isolierter Nahaufnahmen einheimische japanische Blüten. Sein Portfolio Lilien Japans von 1896 gilt als sein berühmtestes Werk. Es zeigt zwölf ausgezeichnete Exemplare, zunächst in Schwarz und Weiß, dann erneut in vollfarbiger Chromocollotypie als Teil von Einige Japanische Blumen

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