Im April und Mai 1874 stellten Monet und seine Künstlerfreunde zum ersten Mal ihre eigenen Werke aus, die vom offiziellen Salon abgelehnt worden waren. Der Veranstaltungsort war eine Reihe von Räumen, die dem Fotografen Nadar auf dem Boulevard des Capucines gehörten. Ein Zeitungskritiker, der sich auf Monets Impression, Sonnenaufgang von 1872 bezog, prägte spöttisch den Begriff „Impressionisten“. Da diese Künstler*innen vor allem daran interessiert waren, das visuelle Erscheinungsbild der Realität einzufangen, übernahmen sie diesen Namen.
Renoir, Manet und Monet verbrachten ihre Sommer gemeinsam in Argenteuil an der Seine und perfektionierten ihre jeweiligen künstlerischen Stile. Zu den Werken, die Monet in Argenteuil schuf, gehört diese sonnendurchflutete Wiese mit dunstigen Bergen in der Ferne – ein Bild, in dem seine Frau Camille und sein Sohn Jean keine größere visuelle Präsenz haben als die vom Wind bewegten Bäume oder die farbigen Schatten auf dem Gras. Wie der Kritiker richtig erkannt hatte, lag Monets Interesse allein darin, einen Eindruck zu vermitteln. Später sollte Paul Cézanne zu Ambroise Vollard sagen: „Monet ist einfach ein Auge, aber – bei Gott – was für ein Auge.“ Das Gemälde Sommer wurde 1876 auf der zweiten Ausstellung bei Nadar gezeigt. In seiner Besprechung der Ausstellung hob der Schriftsteller Émile Zola dieses Werk von Monet besonders hervor.
Wir zeigen dieses Meisterwerk dank der Alten Nationalgalerie, wo du es bis zum 27. September 2026 in der Ausstellung Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus sehen kannst. Paul Cassirer war einer der wichtigsten Kunsthändler seiner Zeit. Lass dir die Ausstellung nicht entgehen, falls du in Berlin bist!
PS: Hier sind 10 Gemälde aus der Cassirer-Ausstellung, die du unbedingt sehen solltest!
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