Amrita Sher-Gil malte dieses Werk im Jahr 1936, nachdem sie nach mehreren Jahren künstlerischer Ausbildung in Paris nach Indien zurückgekehrt war. In dieser Zeit widmete sie sich intensiv der Darstellung des Alltagslebens der ländlichen Bevölkerung Indiens. Anstatt ihre Motive zu idealisieren, suchte sie nach einer Bildsprache, die die stille Härte und emotionale Tiefe ihres Lebens zum Ausdruck bringen konnte. Sher-Gils Werk verbindet ihre europäische Ausbildung mit einer tiefen Auseinandersetzung mit indischen Kunsttraditionen. Ihr souveräner Umgang mit Ölfarbe, ihr reicher Farbeinsatz, der lebendige Pinselstrich und ihr ausgeprägtes Gespür für Komposition verleihen ihren Gemälden eine besondere Ausdruckskraft.
Geboren in Budapest als Tochter einer ungarischen Mutter, Marie Antoinette, und eines Sikh-Vaters, Umrao Singh Sher-Gil – eines aristokratischen Großgrundbesitzers mit großem Interesse an Fotografie – verbrachte Sher-Gil ihre Kindheit zwischen Europa und Indien. Sie studierte Kunst in Paris, wo sie auf Werke von Künstlern wie Paul Gauguin traf, dessen Einfluss in ihren frühen Gemälden spürbar ist. Als sie Mitte der 1930er-Jahre nach Indien zurückkehrte, begann sie, die indischen Kunsttraditionen mit einem neuen Blick zu betrachten.
Dieses Gemälde ist Teil unseres 50-teiligen Postkarten-Sets „Künstlerinnen Vol.2“ :)
PS: Entdecke die faszinierende Kunst von Amrita Sher-Gil!